Montag, 13. September 2010

Man fühlt sich sicher

Gestern, am 12.09., setzte ich mich im Abflugbereich des Flughafens Wien auf eine Wartebank. Kurz darauf sprach mich ein Herr vom Flughafenpersonal an, ob die Tasche neben mir mir gehöre. Da bemerkte ich, dass neben meinem Sitz eine schwarze Notebooktasche stand. Sie gehörte mir nicht, was ich auch wahrheitsgemäß angab.

Daraufhin trollte sich der Flughafenbedienstete zunächst und kam wenig später mit einer Dame zu seiner Verstärkung wieder. Die Dame richtete einen kurzen Blick auf die Tasche, fragte mich nochmals ob diese mir gehöre. Tat sie nicht. Dann fragte sie ihren Kollegen, wie lange die Tasche denn da schon herrenlos stünde. Das wusste der nicht.

Man bat mich nebst Begleitung (ja, es war Mausi) aufzustehen und uns zu entfernen. Jetzt stellte sich die Flughafenbedienstete neben die Tasche und scheuchte fortan alle Personen fort, die sich in unmittelbarer Nähe der Tasche setzen wollten. Kurz darauf kam ein Durchruf über Lautsprecher, dass die Polizei herrenloses Gepäck vernichten würde.

Dann kam die Polizei höchstselbst. Zwei Beamte inspezierten die Tasche, einer hob sie sogar hoch! Nach kurzer Beratung entschloss man sich, die Tasche zur Abfertigung zu tragen und einmal durch die Röntgenkontrolle fahren zu lassen. Offenbar ohne Befund; wenig später kam der Beamte mit der Tasche wieder zurück. Er übergab sie seinem Kollegen, der sie außer Sichtweite trug.

Und ich hatte einen kurzen Moment lang schon gedacht, sie würden jetzt den Flughafen räumen!

Kommentare:

  1. Darf man aus der Tatsache der gleichzeitigen Abwesenheit aus Hamburg und Anwesenheit in Wien schlussfolgern, dass sich hinter dem Anonym "Mausi" die von Ihnen wertgeschätzte Kollegin und von mir wertgeschätzte Bloggerin Braun verbirgt?

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  2. @fernetpunker
    Jepp. Sehr gut gesehen.

    @Anonym
    Genau. :-)

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  3. oh ja, das Personal in Wien. Ich erinnere mich vor wenigen Wochen (aus Moskau kommend, nach Frankfurt wollend) an einen kleinen Dialog bei der Sicherheitskontrolle

    RALupo zu Mitreisender "siehste, jetzt haben sie deine Bombe doch gefunden..:"
    Kontrolleur: "noch so a Scherz und sie bleim gleich da"

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  4. @Anonym: Erstaunlich, wie vielen dieses "Geheimnis" (welches nie eines war) immernoch nicht bekannt ist. Auch wenn es für den Blogleser ein nur nebensächliches Detail sein sollte - "aufmerksamer Blogleser" darf man sich jedenfalls nicht nennen, wenn es einem entgangen ist. Haben Herr Rough und Frau Mausi doch nun alles getan, außer großformatige Plakatwände anzumieten. Vielleicht sollten sie aber genau das noch nachholen. In großen fetten Lettern: "...und bevor noch jemand fragt: Jaaaaa-haaaaaa...!" ;-)

    @Nebgen: Mir ist mal was ähnliches am Flughafen Hamburg passiert. Ich stand draußen in der Raucherzone neben dem Taxenstand. Da fiel mir eine herrenlose Sporttasche neben dem Mülleimer auf. Eine ganze weile grübelte ich rauchenderweise vor der Tasche. Wahrscheinlich hat der Besitzer sie "absichtlich vergessen" bzw. war nur zu faul gewesen, sie in den Mülleimer hinein zu tun. Wissen kann man es aber nie. Deswegen jetzt zur Flughafenpolizei gehen? Hmmm...

    Irgendwann kam dann ein Flughafenmitarbeiter (sein Namensschild wies ihn als solchen aus) in die Raucherzone, um auch eine zu qualmen. Ich sprach ihn an und wies ihn auf die Tasche hin. "Hm... ja schon komisch irgendwie.", stimmte er mir zu. "Ich sag' gleich mal bei der Flughafenpolizei Bescheid.", sagte er. Dann hat er sich eine Zigarette angezündet und wir rauchten gemeinsam noch 10 Minuten während wir uns vor der vermeintlichen Bin-Laden-Bombe über den HSV unterhielten. Dann erst verabschiedete er sich und ging zur Polizei. Weitere 10 Minten später kam dann tatsächlich ein Uniformierter und hat die Tasche eingesammelt. Ende der Geschichte. Hauptsache keine Panik machen! Die Zeitschaltuhr wird schon nicht so schnell ablaufen... :-)

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  5. @Alleswisser
    Alles? Na, ich bitte Sie. Da fehlen die Homestories aus dem trauten Heim, weiße Tauben, rote Rosen...

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  6. @ RALupo versuchen sie das mal am LAX ;)

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  7. @RAinBraun: ...und nach schwülstiger eineinhalbstündiger Rede des Pastors das tränenreiche Ja-Wort im Sonnenuntergang vor laufenden Kameras am Elb-Strand in Övelgönne. Haaaach jaaaa...

    Tap-tap-tap-tap-tap-tap... Nanu? Was ist denn das für ein Geräusch - ach es sind des Nebgens Schuhe, die sich rasch entfernen... ;-)

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  8. Jetzt stellte sich die Flughafenbedienstete neben die Tasche und scheuchte fortan alle Personen fort, die sich in unmittelbarer Nähe der Tasche setzen wollten.

    Wie viel ist denn unmittelbare Nähe in so einer Situation? Weil wenn man da wirklich eine Bombe drin vermuten würde, sollte man die Leute wohl etwas mehr verscheuchen.

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  9. Als "aufmerksamer Blogmitleser" vermisse ich nun noch einen Spitznamen für Herrn Nebgen.
    Hat jemand Vorschläge? *g*

    Was die "Sicherheitsvokehrungen" an Flughäfen betrifft - da muss man wohl inzwischen mehr Angst vor der "Sicherheit" haben als vor Terroristen.

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