Freitag, 12. Dezember 2014

Pathologische Einstellungen Gedeihen In Der Angst


Manchmal kann das Kind nicht einschlafen. Es hat Angst, unter dem Bett könnte sich ein großes, böses Monster versteckt halten, das droht, es aufzufressen. Die Eltern müssen das Kind dann in den Arm nehmen und trösten. Pädagogen raten in dieser Situation übrigens davon ab, dem Kind mit rationalen Argumenten beibringen zu wollen, dass da gar kein Monster sei, ja, es gar keine Monster gäbe. Die Angst vor dem Monster ist real, und nur darauf reagiert das Kind. Nur Verständnis hilft.

Was macht man aber, wenn Erwachsene Angst vor Dingen haben, die sie sich nur einbilden? Was, wenn sich die gleich gesinnten Angstbürger zusammenfinden und allmontaglich öffentlich fordern, gegen das Monster unter dem Bett mit aller Härte vorzugehen? Zehntausend halluzinierende Erwachsene kann man nicht in den Arm nehmen und trösten.

Nimmt man aber die Schrotflinte und feuert ein paar Mal auf das imaginäre Monster unter dem Bett, wird sich das Kind kaum wohler fühlen und das Bett ist hin. Das sollte man daher tunlichst unterlassen. Aber was kann man tun?

Der Pädagoge empfiehlt, die Ängste des Kindes ernst zu nehmen. Bei der Therapie hilft häufig ein Placebo, z. B. ein Anti-Monster-Spray.

Für die Erwachsenen Angsthasen wird nach einem passenden Placebo noch gesucht. "Bart-ab - Das Anti-Islamisten-Spray" wird es kaum jemals in den Handel schaffen. Aber einige Politiker sind vielleicht der Lösung schon etwas näher gekommen, wenn sie z. B. ein Burka-Verbot fordern. Bei geschätzt 100-200 Burkaträgerinnen in Deutschland käme des vom Wirkstoffgehalt einem Placebo schon sehr nahe.

Vielleicht klappt es ja.



Kommentare:

  1. Der Kollege Fisher hätte da eine Idee. Wenn Angst machen wirkt, schließen wir uns doch einfach den Angstmachern an und machen noch mehr Angst. Vor Dingen, vor denen man noch mehr Angst haben muss, Das ganze mit guten Argumenten. http://www.gocomics.com/tomthedancingbug/2014/10/10

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  2. Wenn das Volk auf die Straße geht, ist das gelebte Demokratie und hat nichts mit Monstern unterm Bett zu tun. Wenn ein Deutscher 1,3 Kinder bekommt und Muslime dreimal so viele, dann kann man sich den Rest ausrechnen, wie es in Deutschland in 100 oder 200 Jahren aussieht. Das ist in meinen Augen einfache Mathematik und Demografie und kein Rechtsextremismus oder eine irrationale Angst.

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