Freitag, 19. Dezember 2014

Lehren aus dem Fall Reus


Zunächst sei angemerkt: Nur Menschen mit gutem Geschmack fahren Aston Martin. Der Kollege Siebers weiß, wovon er spricht und schreibt. Für alle anderen gilt: Man muss keinen Aston Martin fahren, um guten Geschmack zu zeigen. Guter Geschmack und Aston Martin stehen also in einer nicht eindeutig umkehrbaren Beziehung zueinander.

Wenn man aber Aston Martin fährt, sollte man eine Fahrerlaubnis haben. Das sollte man auch bei jedem anderen erlaubnispflichtigen Kraftfahrzeug, sicherlich. Nur wenn man einen Aston Martin fährt, fällt es eben mehr auf. Dann steht da überall, dass man nicht nur keine Fahrerlaubnis hat, sondern auch einen Aston Martin. Und das ist ungerecht, denn viele Leute mit Fahrerlaubnis haben keinen Aston Martin. Auch der Besitz einer Fahrerlaubnis und der Besitz eines Aston Martin stehen also nicht in einem Verhältnis eindeutiger Umkehrbarkeit zueinander.

Was lehrt uns der Fall Marco Reus sonst noch? Nicht viel, möchte ich meinen.


Kommentare:

  1. Doch: Marco Reus ist auch nur ein Mensch wie jeder andere auch - nur eben einer mit einem überdurchschnittlich hohen Gehalt, vor allem gemessen an seinem jungen Alter.

    Gut, mich lehrt es das nicht. Ich wusste das schon vorher. Aber vielleicht merkt es der ein oder andere, der die jungen Fußballer sonst in manchen Belangen zu überschätzen neigt.

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  2. "Der Führer war ein armes Schwein - er hatte keinen Führerschein." Aber einen Chauffeur. Eins von beidem wäre besser.

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